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Samstag, 18 März 2017, 15:41 - Lars Hannig  Allgemein

Gestrandet

Meine Kurzgeschichte »Gestrandet« ist nun in der »Fenster, Rahmen«-Anthologie vom Ruhrliteratur Verlag zu lesen und als Taschenbuch und E-Book erhältlich.
»In ›Gestrandet‹ geht es um den für viele alltäglichen Bürowahnsinn in der Gamesbranche und einer unplanmäßigen aber dringend benötigten Auszeit.«
Insgesamt sind 25 AutorInnen und 6 KünstlerInnen mit ihren Interpretationen zum Thema »Fenster, Rahmen« vertreten.


Sonntag, 5 März 2017, 9:14 - Lars Hannig  Allgemein | Steampunk | Videospiele

Mein großes Projekt für 2017

Es ist so weit, endlich kann ich euch meine dritte und größte Neuigkeit verraten. Eine die alle drei Themen: Videospiele, Phantastik und Steampunk verknüpft. *trommelwirbel*

Meine Steampunk-Detektivgeschichten von »Ermittler Fuchs« haben ein Verlagszuhause beim wunderbaren Schwarzer Drachen Verlag gefunden und ich bin glücklich!
Der Vertrag ist unterschrieben und die Arbeit an meinem ersten eigenständigen Buchprojekt kann beginnen.

Robert Fuchs ist Ermittler für übernatürliche Fälle in Vernia, dem europäischen Kontinent eines alternativen zwanzigsten Jahrhunderts.
Mit kühlem Kopf, Kombinationsgabe und skurrilen Lösungsansätzen gehen Fuchs und sein elfjähriger Gehilfe, der einstige Waisenjunge Emil, der Wahrheit auf den Grund.

Eins sei noch verraten: Das Buch beinhaltet nicht nur die beiden bisherigen Fälle von Ermittler Fuchs in überarbeiteter und erweiterter Form, sondern auch eine ganze Reihe neuer Geschichten.

Wer beim Namen »Vernia« hellhörig wird und an meinen Steampunk-Fantasy Roman »Lilar Canea« denkt, hat ins Schwarze getroffen. Fuchs’ Geschichten sind in der gleichen Welt angesiedelt.
Die Verbindung zu Steampunk und Phantastik sollte also klar sein. Aber Videospiele?
Dazu muss ich noch etwas weiter ausholen, denn die Wurzeln von Fuchs und seiner Welt reichen zurück, bis zu meinem allerersten Romanprojekt: Eerievale.
Ich habe es tatsächlich gesagt, das ominöse E-Wort.
Das Ganze entstand vor so langer Zeit, dass es fast schon Legendencharakter hat. Ich war noch Schüler und der Begriff Steampunk war mir fremd. Ich konnte das Setting lediglich umschreiben: Eine Fantasy-Geschichte, die in einer alternativen Welt mit viktorianischen Einflüssen angesiedelt war. Dabei trafen Aberglaube und Magie auf das Leben und die Technik des neunzehnten Jahrhunderts.
Doch Eerievale war nicht bloß mein erstes Romanprojekt, sondern auch mein erstes Adventure Videospielprojekt, noch dazu für die technisch grundverschiedenen Retro-Konsolen Atari Jaguar und Sega Dreamcast.
Es geschah, wie so häufig bei Hobby-Entwicklungen: Das Projekt war zu aufwendig, als das ich es alleine hätte fertigstellen können. Durch mein Game Design Studium und meinen Job musste ich mich anderen Dingen zuwenden.

Doch weiterhin erreichen mich alle paar Jahre Anfragen von interessierten Abenteurern und vor allem von Lesern.
Wenn schon das Videospiel eingestellt ist, was ist dann aus den Geschichten geworden, die sich um die Figuren und die Fantasy-Welt ranken? Gibt es keine Möglichkeit sie mit meinen Lesern zu teilen?
Jetzt lautet die Antwort endlich: Ja!
Es ist dieses Buch, noch ohne Titel, aber mit den Geschichten von »Ermittler Fuchs«, auf das ihr gewartet habt.

Ich hoffe, ihr seid so gespannt wie ich und freut euch mit mir darauf.
Neuigkeiten zum Projekt erfahrt ihr natürlich hier auf meiner Autorenhomepage und auf meiner Facebook-Seite.


Sonntag, 26 Februar 2017, 14:48 - Lars Hannig  Allgemein

»Bis ans Ende der Zeit«

Kommen wir zur zweiten Neuigkeit: Meine Geschichte »Bis ans Ende der Zeit« wird in der nächsten Fantasy-Anthologie vom Schwarzer Drachen Verlag erscheinen!

Ich freue mich sehr, weil mir die Geschichte besonders gefällt und ich hoffe, auch ihr werdet sie mögen.
Sie handelt von einem Ehepaar mit leichtem Kommunikationsproblem, das skurrile Leben im tranigen Küstenort Salzbucht und die späte Verwirklichung gemeinsamer Lebensträume. Die Tatsache, dass beide frisch verstorben sind, macht das Ganze nicht einfacher. Doch der Tod stellt kein Allheilmittel für ihre Probleme dar, nein, die müssen sie schon selbst in den Griff bekommen und das bevor die Nummer ihres Wartesaal-Coupons aufgerufen wird und die Finsternis sie für immer verschluckt.

Sobald Einzelheiten zum Erscheinungstermin feststehen, erfahrt ihr es hier oder auf meiner Facebook-Seite.

Ergänzung: Und schon erreichen mich frische Details zu »Magische Kurzgeschichten Band 3«, dem Geschichtenband, in dem auch »Bis ans Ende der Zeit« erscheint.
Insgesamt finden sich darin 15 fantastische Geschichten von 11 Autorinnen und Autoren. Erscheinungstermin ist Sommer 2017, also schon fast in greifbarer Nähe!
Vielen Dank an den Verlag für die schnelle Rückinfo.
Alles Weitere erfahrt ihr in den Ankündigungen auf der offiziellen Homepage.


Samstag, 25 Februar 2017, 11:58 - Lars Hannig  Allgemein | Videospiele

Die schöne Neue Welt

Es gibt Neuigkeiten und das gleich hoch drei. Für die Videogame-Nerds unter euch, für die Phantasten und nicht zu vergessen für die Steampunks.
Welche wollt ihr zuerst hören?
Autorin Kathy Kahner: »Videospiele, por favor!«
Höre ich da jemanden Phantastik rufen? Na gut, dann Videospiele.

Es war einmal vor neunzehn Jahren ein junger, knackiger Zockersprössling. Er hatte keine Spielkonsole, aber einen Stapel alter Spielezeitschriften. Genug um sich vorzustellen, wie es sein würde eine eigene Konsole zu haben und so wälzte er die Zeitschriften Tag für Tag und bemühte seine Fantasie. Er träumte von neondurchfluteten Spielhallen und davon, eines Tages selbst in diese bunten Welten einzutauchen. Wirklich zu erleben gab es diese heiligen Hallen nur im Urlaub, im London Trocadero zum Beispiel oder etwas näher und deutlich kleiner, in einem Freizeitpark in den Niederlanden.
Bevor ihr nun Mitleid mit dem armen konsolenlosen Jungen bekommt und ihm eure schönen Kindheitserinnerungen in Form verschiedenster Daddelkisten schickt, wartet noch, denn die Geschichte geht weiter.
Neben verheißungsvollen Namen wie Nintendo und Sega hatten es ihm besonders die exotischeren Plattformen angetan, die in den Zeitschriften als Wundermaschinen dargestellt wurden. Da gab es 3DO, natürlich den Atari Jaguar (der ihn später lange Zeit begleiten würde) und hoch auf einem Berg erstrahlte das Neo Geo. Unerreichbar, unbezahlbar, unvorstellbar. Spielhallen-Action für Zuhause, aber träumen war ja erlaubt.
Nie hätte sich der Junge vorstellen können, dass er einmal in den eigenen vier Wänden den Olymp der Videospiele erklimmen würde. Das Internet machte es möglich.
2002 stand der Junge strahlend vor seiner Mutter, die entgeistert erfuhr, dass ihr eine Fahrt ins Sauerland bevorstand. Da gab es ein »Spiel«, dass abgeholt werden musste.
Weder Junge noch Mutter ahnten, dass dieses »Spiel« mit einem Gabelstapler in den weißen Kombi geladen würde, denn es war ein Spielautomat, und der Pkw daraufhin gut zwei Fingerbreit tiefer liegen würde. Aber der Automat war bezahlt, verladen und die Kofferraumklappe ging gerade noch zu. Außerdem war es ein Schnäppchen dank der Klausel »Nur Abholung«. Wer fährt schon ins Sauerland, nicht wahr Kathy? 😉
Etwas schwieriger war dann das Ausladen ohne Gabelstapler. Erstmal musste als Lagerstätte die Garage herhalten. Die große Daddelkiste war in einem Zustand, der »Akzeptabel« war. Immerhin lief er nach einigen bangen Minuten, in denen der Bildschirm nur grünen Datenmüll anzeigte und es funktionierten auch fast alle Knöpfe.
Besagter Junge, also ich, steckte gerade im Elektrotechnik-Fachabi. Alles Weitere würde sich ergeben. Das Entscheidende war, ich besaß endlich mein Neo Geo.
In den Monaten darauf wanderte der Automat in Einzelteilen in den Keller. Anders wäre er auch gar nicht zu transportierten gewesen. Ich begab mich ans Restaurieren und tauschte bis auf Gehäuse, Board und Bildschirm fast alles aus. Mein Onkel fertigte in seiner Schreinerwerkstatt sogar extra ein neues Bedienteil an, damit ich vernünftige Sticks und genug Buttons verbauen konnte, die ich als originale Arcade-Teile aus Übersee bestellte. Schließlich war alles fertig und ich konnte meine Spielhallenfantasien ausleben.
Worin besteht also meine große Videospiel-Neuigkeit? Weitere vierzehn Jahre später ist mein Neo Geo Automat endlich wieder bei mir, in unserer Wohnung. Genauer gesagt im Wohnzimmer und mein cooles Retro-Girl hat mich sogar ermutigt. (Ob sie weiß, worauf sie sich da eingelassen hat?)
Wie beim letzten Mal war es ein großer Akt, den Automaten Stückchen für Stückchen herzutransportieren. Dank der Hilfe meines Vaters und meines Onkels, die nicht auf wundersame Weise jünger geworden sind, hat es trotzdem geklappt.

In einer knappen Stunde habe ich es geschafft den Automaten wieder zusammenzusetzen und die Verkabelung wieder zum Laufen zu bekommen. Aus der ersten Schreckminute von damals ist eine Schreckstunde geworden, in der mich wieder nur der grüne Bildschirm des Todes begrüßte (oder der vergessenen Systemzeit). Doch seitdem läufts und ich kann endlich wieder Samurai Shodown II spielen.
Und wer jetzt mit Emulation und Anthologies ankommt, ja die hab ich auch, aber es ist einfach nicht dasselbe. Meine fellow Videogame-Nerds werden mir sicher zustimmen.

Weidet eure Augen an dieser Pracht.

Wars das also schon? Noch nicht ganz, denn eine andere Neuigkeit hat ebenfalls mit Videospielen zu tun. Aber davon erzähle ich euch ein anderes Mal.


Montag, 19 Dezember 2016, 20:00 - Lars Hannig  Allgemein

„Die Welt nach Carver“ in Weltentor 2016 Science-Fiction Anthologie


Wer hätte das gedacht? Pünktlich zum Fest gibt es für Science-Fiction Fans unter euch noch ein kleines Schmankerl.
Meine Geschichte »Die Welt nach Carver« hat es in die beliebte Science-Fiction-Anthologie der Weltentor-Reihe des NOEL-Verlag geschafft, die jährlich erscheint und bereits mehrmals den Deutschen Phantastik Preis gewonnen hat.

»Carver brennt für die Helden seiner Jugend. In einer Zukunft, in der virtuelle Fenster auf Parks hinausblicken, die es gar nicht gibt und Realismus das Gebot der Stunde ist, studiert er virtuelles Design. Jedoch nicht, um künstliche Bäume zu platzieren, sondern um die Dinge zu realisieren, die es nur im Comic gibt.
Sein letzter Verwandter, ein entfernter Physiker-Onkel mit Namen Lamprecht stirbt und vermacht ihm seine Wohnung in einem schäbigen Altbauviertel, die mit unverständlichen Fachbüchern und Aufzeichnungen vollgestopft ist. Beim Versuch Ordnung zu schaffen stößt Carver im Keller auf einen geheimen Zugang und auf eine Maschine, die Dinge aus dem Nichts erzeugen kann.
Nach vorsichtigen Experimenten sieht er sich mit endlosen Möglichkeiten konfrontiert. Würde es doch bloß nicht so lange dauern, die nötigen 3D-Modelle zu erstellen. Virtuelle Illusionen sind das eine, funktionierende Dinge etwas anderes und viel komplexer. Abhilfe schafft Gaia, die künstliche Intelligenz in der Maschine, die über Nacht den staubigen Keller in ein hochmodernes Labor verwandelt.
Bevor es aber ans Werk geht und Carver damit beginnen kann seine Träume zu verwirklichen, muss er einen Weg finden die Erfindung vor der Welt zu schützen, nicht auszudenken, wenn sie in falsche Hände fiele!«

Die »Weltentor 2016« Science-Fiction-Anthologie ist ab sofort im Buchhandel (und Amazon) erhältlich und beinhaltet 30 Kurzgeschichten. Außerdem gibt es noch zwei weitere Weltentor-Bände dieses Jahres zum Thema Fantasy und Mystery. (Stichwort: Weltentor 2016)

Alle meine Veröffentlichungen samt Bezugsquellen findet ihr wie gewohnt unter „Veröffentlichungen“.


Sonntag, 23 Oktober 2016, 12:18 - Lars Hannig  Steampunk

Steampunk

dampfmaschinebergbaumuseum Auf dem Weg zur Steamtropolis 2015

Was ist eigentlich Steampunk? In diesem Blogeintrag gebe ich eine allgemeine Definition dieses literarischen Genres. Außerdem gehe ich der Frage auf den Grund, was Steampunk für mich als Autor und Leser reizvoll macht, wie ich zum Steampunk fand und was meine Geschichten antreibt.

Was ist Steampunk?
Viktorianische Science-Fiction. Viel knapper lässt es sich wohl nicht auf den Punkt bringen. Autoren des neunzehnten Jahrhunderts wie Jules Verne, H.G. Wells, Edgar Allan Poe, Mary Shelley oder Arthur Conan Doyle kann man zu den bekanntesten Begründern des Genres zählen. Die Gemeinsamkeit der Autoren liegt darin, dass sie aus ihrem Leben und ihrer Zeit schöpften und nach den Sternen griffen, um sich eine mögliche Zukunft vorzustellen.
In ihren Geschichten ging es zum Beispiel um das Bereisen fremder oder vergessener Welten oder die Ergründung unserer eigenen, nicht selten mit Hilfe spektakulärer Flugmaschinen oder Unterseebooten. Manche dieser Reisen führten durch die Zeit, andere sogar zu fernen Planeten. Auch künstlich geschaffenes Leben durch Mechanik oder Fleisch war ein Thema. Dystopien dachten den gesellschaftlichen Verfall weiter und Utopien beschrieben ein neu entdecktes Paradies, in dem ein Neuanfang für die Menschheit bevorstand.
Viele dieser Geschichten haben ihren Platz als Klassiker der Weltliteratur zurecht, einige werden auch der Science-Fiction zugeordnet. Es wird längst nicht mehr die Nase darüber gerümpft, dies seien doch bloß Unterhaltungsromane.

Retro-Futurismus ist ein weiteres Synonym für Steampunk, letzterer wurde als Begriff erst 1987 von dem Autor K. W. Jeter geprägt.
Wenn es heutzutage überhaupt Richtlinien gibt, ist eine davon die Vorstellung von einer Zukunftswelt aus dem Blickwinkel der Vergangenheit, insbesondere aus Sicht der viktorianischen Zeit und ihrer Einflüsse.
Dazu zählt auch die Transformation moderner Möglichkeiten in die Technologien der zurückliegenden Epoche. So wäre beispielsweise eine Rechenmaschine auf mechanischer Basis und betrieben durch Dampfkraft vorstellbar, die in einem Steampunk Roman die Rolle eines Computers einnimmt. Denkt man an die »Analytical Engine«, sind die tatsächlichen Wurzeln des Computers nicht so weit davon entfernt.

Wie auch schon ihre großen Vorbilder, bewegen sich heutige Steampunk-Geschichten innerhalb eines breiten Spektrums von Fiktion und reichen von phantastischen Alltagsgeschichten, über Horror, Thriller und Krimi bis hin zu Fantasy und Science-Fiction. In einem Steampunk-Setting sind die verschiedensten Geschichten vorstellbar. Demnach kann man Steampunk auch als Subgenre ansehen.
Ich persönlich schreibe zum Beispiel gerne Steampunk-Fantasy oder Steampunk-Detektivgeschichten.

Gibt es »falschen« Steampunk?
Wo Meinungen aufeinandertreffen, geschieht schnell eine Einteilung in richtig oder falsch, die zu hitzigen Diskussionen führt, aber absolut subjektiv ist. Es gibt unterschiedliche Ausprägungen und Geschmäcker. Nicht jeden Leser sprechen die gleichen Themen an.
An sich gibt es keinen »falschen« Steampunk. Jede Variante reichert das Genre an und eine Genredefinition kann immer erst in der Retrospektive stattfinden.
Natürlich gibt es unterschiedliche Abstufungen an Tiefgang und große Qualitätsunterschiede.
Gute Geschichten haben genreübergreifend eins gemeinsam: Die Welt und ihre Figuren müssen in sich glaubhaft sein.

Mein erster Kontakt mit Steampunk
Zum ersten Mal in Kontakt mit dem Begriff Steampunk kam ich durch ein Buch zum Thema Mangazeichnen. Dort war ein Charakter mit einem dampfbetriebenen Jetpack abgebildet, im Hintergrund sah man eine viktorianische Skyline mit Luftschiffen. Das war circa 2005 und ich war auf der Suche nach einem Grafikstil für ein Computerspielprojekt. Leider konnte ich fürs Zeichnen nicht die nötige Geduld aufbringen. 😉

Wenn es um meine Faszination für die viktorianische Zeit und Retro-Technologie geht, muss ich auch immer an meine Dampfmaschine aus Kindertagen denken.
Als Kind war ich verrückt nach allem mit Dampfantrieb. Besonders Lokomotiven. Gab es irgendwo ein Museum oder auch nur ein Sachbuch mit Abbildungen von Dampfmaschinen, Mechanik oder den Erfindungen Da Vincis, musste ich es haben.
Später waren es dann der Erfindungs- und Abenteuergeist der viktorianischen Zeit und das Leben der Menschen in einer Gesellschaft, die man als Prototyp unserer modernen sehen kann, die mich begeisterten. Außerdem kann ich mich nach wie vor an der Ästhetik der viktorianischen Zeit nicht sattsehen.
Dampfmaschine
Mein erstes großes Romanprojekt war eine Fantasy-Geschichte, die in einer alternativen Welt mit viktorianischen Einflüssen spielte. Dabei traf Magie auf das Leben und die Technik des neunzehnten Jahrhunderts. Wenn das nicht nach Steampunk klingt… Aber zu dieser Zeit kannte ich den Begriff noch nicht.
Erst 2005 stolperte ich darüber und erst 2011, als ich Steampunk als Musikgenre entdeckte, flammte meine Leidenschaft für das Thema erneut auf und ich schrieb zum ersten Mal bewusst einen Steampunk-Fantasy-Roman.

In den Jahren darauf erhoffte sich der Buchmarkt durch Steampunk den nächsten Fantasy-Hype, wie zuvor durch glitzernde Vampire. Plötzlich fanden sich auf unzähligen Buchcovern Zahnräder, viktorianische Verschnörkelungen und finstere Skylines eines nebeligen Londons.
Sollte dir ein solches Buch in die Hände fallen, bitte ich um Vorsicht!
»Never judge a book by its cover.« Für kaum ein Genre ist das so zutreffend wie für Steampunk. Lest ein paar Seiten, erst so wisst ihr, was ihr in den Händen haltet. Bloßes Marketing-Gimmick, einen Schnulzenroman von der Qualität einer schlechten Fanfiction, einer plakativen Zurschaustellung von Steampunk-Schlagworten, oder aber gute Unterhaltung bis hin zu Weltliteratur.

Glücklicherweise nimmt die Steampunk-Gemeinde es mit Humor, wenn versucht wird aus ihrer Leidenschaft Profit zu schlagen.

Was bedeutet Steampunk für mich?
Für mich bedeutet Steampunk eine spannende Geschichte in einer Welt und zu einer Zeit zu erleben, die es aus unserer Perspektive so nie gab. Mir gefallen besonders der viktorianische Erfindungs- und Abenteuergeist und das Gefühl unbegrenzter Möglichkeiten. Ein gewisser »sense of wonder« würde man vielleicht im Englischen sagen.
Steampunk ist für mich kein Gimmick, sondern funktional für die Handlung und bildet den Hintergrund der Geschichten. Dabei treffen viele meiner Interessen und Themen, über die ich gerne schreibe auf natürliche Weise zusammen. Es ist meine Romanwelt, von der ich erzähle, Figuren und Handlung entwickeln sich dabei ganz natürlich.
Mich fasziniert weniger die Perfektion industrieller Fertigung oder die Macht eines Großkonzerns, sondern die technische und künstlerische Vision des einzelnen Meisters seines Handwerks.
Beschreibe ich Erfindungen oder Mechanismen, erfüllen sie in der Welt einen Zweck und sind innerhalb der Welt plausibel. Sonst sprechen wir nicht von Möglichkeiten, sondern von Firlefanz und Tand, der nichts zur Geschichte beiträgt und eher stört.
Wird eine Geschichte nicht von ihrem Setting bereichert oder ist das Setting austauschbar, sollte man seine Geschichte vielleicht überdenken.

Meine Geschichten drehen sich um Menschen, die sich in einer industrialisierten Welt zurechtfinden müssen. Wie finden wir Menschen uns in einer unnatürlichen Welt zurecht? Was passiert da mit uns? Wie können wir für uns die Rolle ergründen, die wir im großen Ganzen spielen? Sind wir bloß austauschbare Zahnräder im Getriebe und welche Bedeutung hat unsere Existenz? Wie viel Einfluss hat man auf sein Leben?
Es sind also durchaus Fragen, die in unserer heutigen Gesellschaft genauso relevant sind wie damals.
Manchmal verschwimmt auch die Grenze zwischen Aberglauben und Wissenschaft. Auch wir sind durch das Internet und die Medien längst bei einer modernen Form von Aberglauben angekommen.
Hinter jeder guten Geschichte steht eine »Was wäre wenn?«-Frage. Science-Fiction stellt die Frage nach dem Zukünftigem. Steampunk wandert ein gutes Stück zurück, öffnet eine alternative Zeitlinie und stellt dann die gleiche Frage. Diese Abstraktionsebene ermöglicht einen ganz besonderen Blick auf unsere Zeit und unser Leben.
Womit wir den Kreis zur viktorianischen Science-Fiction schließen.


Montag, 13 Juni 2016, 19:39 - Lars Hannig  Allgemein

Lesungsbericht – SpecOps vom 7.6.2016 in Münster

Lesung SpecOps Gruppenfoto

(Bild: Ruhrliteratur)

Ursprünglich war geplant, dass ich die Lesung der »Keller, Schlüssel«-Anthologie im SpecOps in Münster nur als Gast besuche. Doch dann wurde ich kurzfristig gefragt, ob ich als Unterstützung meiner KollegenInnen in verteilten Rollen mitlese.
Aber erstmal zum Veranstaltungsort zu kommen, stellte sich an diesem Abend als gar nicht so einfach heraus…

Der Tag begann als gewöhnlicher Arbeitstag vor dem Bildschirm. Nach Feierabend traf ich mich in Dortmund mit meinen Autorenkolleginnen Natascha Herkt und Kathy Kahner mit Gast und wir machten uns mit dem Auto auf in Richtung Münster.
Welchen Weg genau wir nahmen, ist im Nachhinein schwer zu sagen, denn es regnete in Strömen und entsprechend verregnet war auch unsere Ankunft. Es dauerte alleine eine halbe Stunde, um in die Innenstadt Münsters vorzudringen. Uns erwartete ein Verkehrschaos sondergleichen. Grünphasen in Sekundenlänge. Fahrzeuge, die das Reißverschlussverfahren mit einem Häkelmuster verwechselten und eilige Fahrradfahrer, die auch dort immer noch eine Lücke fanden, wo eigentlich keine war.
Zum Glück hatten nicht nur wir uns verspätet, sodass am Ende trotzdem gemeinsam begonnen werden konnte.
Eine Autorin fiel aufgrund des Unwetters aus, so dass ich in letzter Minute nicht nur als Unterstützung eine Rolle in den Geschichten meiner KollegenInnen las, sondern mit meinem Beitrag aus »Struktur, Tapete« einsprang, um die Lücke zu schließen.
Die Lokation war gut ausgestattet: Bühne, Beamer, Mikros, bequeme Sessel und Stühle, alles war vorhanden und hatte einen alternativen Touch.
Zum ersten Mal wurde mir das bewusst, als ich die Toilette suchte und passend zum Thema der Lesung die Kellertreppe hinabstieg. Ich stand vor zwei Türen, die mit buntem Graffiti verziert waren und so recht schlau wurde ich nicht daraus. Am liebsten hätte ich gewürfelt, ob ich den einen oder anderen Pfad beschreiten sollte. Ich versuchte, aus den Farben des Graffiti Rückschlüsse zu ziehen. War denn nun die eine oder andere Tür etwas femininer gestaltet? Doch ist das in unserer heutigen Zeit überhaupt noch wichtig? Wenn schon in den prüden USA über Unisex-Toiletten diskutiert wird… Sauber waren beide.
Zum zweiten Mal wurde mir das alternative Flair bewusst, als ich auf die Getränkekarte schaute. Seit meiner Zeit in der Gamesbranche denke ich bei Club-Mate immer automatisch an junge Männer in karierten Hemden mit Schiebermütze aus Tweed oder einem roten Barré. Coca Cola gab es nicht, ich bestellte eine Premium Cola und hoffte auf eine Artverwandtschaft.

Wie auch bei den letzten Lesungen, bereitete uns HerrTapete samt sexy neuer Gitarre in Rot einen tollen Einstieg.
Die Lesung wurde Nicholas Wieling auf die Beine gestellt und durchweg von Ina Lammers moderiert, die nicht nur die Lesenden ankündigte, sondern auch Fragen stellte und schließlich selbst in verteilten Rollen mitlas.
Kathy Kahner las als erste ihre Geschichte aus der aktuellen »Keller, Schlüssel«-Anthologie, danach war Nicholas Wieling an der Reihe. Den Abschluss des »Keller, Schlüssel«-Teils des Abends machte Natascha Herkt mit ihrer Geschichte »Ein Feuer in der Ferne«.
Nach jedem Leseteil spielte HerrTapete einen Song. Eine feste Setlist gab es nicht, stattdessen wurde etwas Treffendes gewählt. So erlebten wir auf humorvolle und berührende Weise noch einmal akustisch, welche Schrecken die Protagonisten der Anthologie hinter verschlossenen Kellertüren vorfanden.
Nicholas Wieling stimmte mit Ina Lammers und mir den zweiten Teil des Abends, mit einer Kostprobe aus seinem bald erhältlichen Erstlingswerk »Beziehungskisten«, an.
Ich wurde vorgewarnt, dass in meiner Sprechrolle das eine oder andere »böse Wort« fallen würde und freute mich darauf. Ganz so böse wurde es dann aber doch nicht. Es machte mir großen Spaß gemeinsam zu lesen.
Daraufhin stand ich mit »Eine Reise in Vier Wänden« aus »Struktur, Tapete« alleine auf der Bühne und erzählte von der Wildnis und einem Alltag, der seinem Protagonisten keinen Halt mehr verspricht. Manchmal ist es besser, das altgewohnte Übel aufzugeben und eine neue Reise ins Unbekannte zu wagen.
Ich stand nicht lange allein dort oben, denn den letzten Beitrag bildete eine gemeinsame Lesung mit allen Autoren. Wir trugen Ina Lammers’ Geschichte »Bleiben wollen« vor, ebenfalls aus »Struktur, Tapete«, die sich bereits bei anderen Lesungen in dieser Form bewährt hatte. Zum Abschluss sprach Stephanie Keunecke ein paar Worte zum einjährigen Bestehen des Ruhrliteratur Verlags und es wurde mit einer Packung Merci gefeiert.

Insgesamt wurde es trotz des Sauwetters ein richtig schöner Abend. Mein besonderer Dank geht an die Gäste, die sich schutzsuchend zu uns verirrt hatten und geblieben sind. Der Regen hatte immerhin zwischendurch aufgehört.
Ich danke herzlich meinen KollegInnen, sowie den Gastgebern und Veranstaltern, insbesondere Nicholas Wieling und Ina Lammers. Ich freue mich schon auf die nächste Lesung.

Auf dem Heimweg hatten wir das Gefühl, der Abend hätte uns in eine fremde Dimension versetzt. Die Straßen waren völlig verlassen. Es regnete ja auch nicht mehr.


Donnerstag, 14 April 2016, 6:06 - Lars Hannig  Allgemein

Steampunk-Romanprojekt: Lilar Canea

Bei meinem großen Romanprojekt in diesem Jahr geht es mir darum, ein Manuskript mit Exposé beim entsprechenden Verlag anbieten zu können. (Hier war die Leipziger Buchmesse eine großartige Orientierung und sehr motivierend.)

Zuerst musste ich mich für einen geeigneten Roman entscheiden.
Die Entscheidung ist auf meinen Steampunk-Fantasy-Roman »Lilar Canea« gefallen. Vielen Dank an meine Testleser für eure Begeisterung und Unterstützung.

Was hat das zu bedeuten, wenn ich doch schon ein Manuskript habe?
Die Romanidee ist gut, die Umsetzung würde ich heute ganz anders angehen, sie kam zwar gut an, überzeugt mich heute aber nicht mehr. Sowohl mein Schreibstil als auch die Welt der Geschichte haben sich stark weiterentwickelt.

Lilar Canea wird also ein komplett neues Manuskript.
Leser meiner Steampunk-Detektivgeschichten um Ermittler Robert Fuchs werden sich in der Welt gleich Zuhause fühlen, denn der Roman von 2011 legte den Grundstein für alles Weitere.
Ihr dürft gespannt sein.


Montag, 28 März 2016, 10:07 - Lars Hannig  Allgemein

»Autoren sind keine guten Gamedesigner. Filmleute sowieso nicht.«

»Autoren sind keine guten Gamedesigner. Filmleute sowieso nicht.«
Diese Aussage hat sich schon fast zu einem Mantra entwickelt. Zum Beweis werden unzählige schlechte Lizenzspiele aufgeführt. Die Autorenthematik fällt dabei auch gleich unter den Teppich, denn wenn schon die Filmleute schlecht abschneiden, was kann ein einzelner Autor da schon besser machen?
Die Aussage ist natürlich eine Verallgemeinerung. Sie impliziert, dass Gamedesigner etwas haben, was anderen Kreativen fehlt. Gerne wird betont, wie viel Computerspiele zu bieten haben und wie viel komplexer es ist ein Spiel zu entwickeln, als einen Roman zu schreiben oder einen Film zu drehen.
Jeder betont gerne, wie schwierig seine eigene Arbeit doch ist.
Es kommt eine Lawine vielfältiger Disziplinen an einem Tisch zusammen, um ein Spiel zu verwirklichen. Im Optimalfall stimmt das auch. Wobei hier eine weitere Verallgemeinerung nur leise geflüstert wird: Computerspiele sind Konsumgut und in den meisten Studios, auch in Deutschland, mag man sich kaum Kreativität leisten. Ohne genauere Zielgruppendefinition gilt der Standard: 14-29 jährig, männlich. Entwickelt wird, was sich bewährt hat. Das finanzielle und zeitliche Budget reicht nie aus und da rutscht das Augenmerk schon mal von der Gesamtqualität auf einzelne Merkmale, die poliert werden um Spontankäufer anzulocken.
Die Zeiten sind schnelllebiger geworden, das ist nicht nur bei Computerspielen so.

Aber zurück zur ursprünglichen Aussage. Autoren und Regisseure sind also meistens keine guten Gamedesigner.
Dabei wird der Umkehrschluss gerne außer acht gelassen.
Gamedesigner sind ebenso wenig von Natur aus fähige Autoren oder könnten beim Film die Rolle eines Regisseurs übernehmen, trotz möglicher Überschneidungen der Tätigkeiten.
Das Grundproblem liegt bei diesen Aussagen in der Verallgemeinerung.
Der Einfachheit halber definiere ich »Gut« als Schnittmenge der Techniken und Erzählweisen populärer Unterhaltung.
Oft genug sind demnach Gamedesigner aus mangelnder Erfahrung schon keine guten Gamedesigner. Viele haben nicht den Freiraum etwas Originelles zu schaffen und abgesehen davon auch ganz andere Sorgen. Nicht jeder Autor, der Erfolg hat, schreibt hochwertig. Regisseure werden nicht mit einem Oscar in der Hand geboren.
Um sein Handwerk zu meistern braucht es vieles. Vor allem aber Zeit und Erfahrung. Es bedeutet, sich einzugestehen, dass man auch nur ein Mensch ist, sein Bestes zu geben und sich nicht auf Leistungen auszuruhen. Die eigene Herangehensweise stets zu hinterfragen und an seinen Schwächen zu arbeiten.
Wer tatsächlich von sich glaubt, er hätte etwas, das für andere unerreichbar ist, muss sich seine Arroganz stets hart verdienen und wird schneller überholt und vergessen sein, als ihm lieb ist.
Ob Schriftsteller, Film- oder Gameleute, es sind Einsteiger und Festgefahrene die auf den Zug aufspringen und nur zu gerne derart übereilte Floskeln von sich geben und sie als Leitfaden verwenden.
Als Autor werde ich im Internet täglich mit vermeintlichen Weisheiten von Vorbildern überhäuft. Schnell wird klar, dass es sich dabei nicht um Zaubersprüche handelt, die auf wundersame Weise die Arbeit erledigen, sondern eher um Kalendersprüche. Manchmal motivieren sie. Häufig aber sind es nichts als Worte ohne Kontext.
Vorbilder haben ihren Platz, doch sie können weder Erfahrung ersetzen, noch uns die Arbeit abnehmen. Jeder muss seine eigenen Fehler machen, um daraus zu lernen.

Wir alle sind Menschen und lernen aus Erfahrung und mit der Zeit, wie weit wir von der Perfektion unseres Handwerks entfernt sind.
Zum Glück muss etwas nicht perfekt sein.
Ich gebe jeden Tag mein Bestes, manchmal schaffe ich mehr, manchmal weniger.
In einem Jahr schaue ich darauf zurück und mir wird klar, welche Fortschritte ich gemacht habe. Dazu muss ich heute schreiben, was ich schreiben kann.
Am Ende des Tages ist es genug, um zufrieden zu sein und es morgen weiter zu versuchen.


Dienstag, 22 März 2016, 21:02 - Lars Hannig  Allgemein

Du bist nicht dein Job!

Du bist nicht dein Job!
An einem Tag räumst du vielleicht Regalwände ein, baust ölige Maschinenteile zusammen, bedienst die Gäste in einem schicken Café oder verkaufst am Telefon Versicherungen an alte Damen. Es ist der uralte Tausch von Zeit gegen Geld.
Sobald du nicht mehr dafür bezahlt wirst, hörst du auf Regalpacker, Maschinenschrauber, Kellner oder Callcenter-Mensch zu sein, aber deshalb gehst du nicht verloren.
Was bleibt, bist du.

Ich wuchs mit dem Gedanken über die Arbeitswelt auf, dass alles in schöne saubere Schubladen passt und passen muss. Man brachte es mir bei, in der Schule, im Fachabi, im Studium und hämmerte es mit jedem Besuch im Jobcenter tiefer in meinen Schädel.
Du steckst die Kindheit und die Teenagerzeit in ein Sparschwein, büffelst bis die Ohren qualmen, gibst dir Mühe und wirst entweder das, was du am besten kannst oder was du werden sollst. Du steigst als junger Erwachsener ins Studium oder gleich in die Arbeitswelt ein und bald bist du endlich das, was du so lange gelernt hast zu sein. Du hast ein Zeugnis, mit dem du deinen Werdegang belegen kannst, schließlich sind wir in Deutschland. Dokumente weisen deine Person aus, deine Qualifikation, dich.
Vergiss nicht, du bist der neue heiße Scheiß.

Wehe dir, wenn dir der Weg nicht klar vor Augen liegt, wenn dein Traumberuf nicht in der Datenbank des Jobcenters auftaucht oder du eine Abzweigung nehmen willst. Pech gehabt, wenn du dir den Büroalltag irgendwie spannender vorgestellt hast. Du willst was erleben? Geh’ ins Kino oder besser: Lies ein Buch.

Ein Großteil meines Lebens war genau das mein Dilemma. Meine Leidenschaft lag im Geschichtenerzählen und in Computerspielen, die ich entwickelte. Niemand bezahlte mich dafür und ich lernte das Handwerk auf eigene Faust. Nicht für einen Job und ohne eine Idee, wie ich damit Geld verdienen könnte, bloß für mich selbst.
Zehn Jahre später studierte ich Game Design und schrieb. Jobs kamen und gingen, sogar in der Gamesbranche. Heute verdiene ich meinen Lebensunterhalt als Programmierer. Und ich schreibe. Das ist mein Beruf.

Allem voran bin ich Geschichtenerzähler und Spielemacher aus Leidenschaft.
Ich bleibe es. Nicht weil ich grade davon lebe, sondern weil es in meiner Natur liegt.
Ich bin Autor, ich schreibe. Alles andere findet sich.